„Amtsstuben dürfen keine Angststuben werden“

2. Mai 2013 |

Junge Union Verden fordert neues Sicherheitskonzept für Kommunalverwaltungen im Landkreis Verden / Gleichgewicht zwischen Bürgernähe und Mitarbeitersicherheit muss gewahrt bleiben

Logo2011_500VERDEN/STADE. Mit Erschüttern erfuhr eine Delegation der Jungen Union Verden (JU) auf ihrer Fahrt zum diesjährigen Niedersachsentag nach Stade vom Attentat auf Landrat Rüdiger Butte. Die JU möchte den Angehörigen von Rüdiger Butte ihr tiefstes Beileid aussprechen. Unabhängig von der Parteicoleur war Rüdiger Butte ein Mensch, welcher sich in seinem Amt als Landrat für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt hat und hierfür unseren tiefsten Respekt verdient hat.

Auf Grund der aktuellen Ereignisse möchte die JU jedoch zu bedenken geben, dass diese Tat genauso gut in vielen anderen Kommunalverwaltungen im Bundesgebiet hätte passieren können und fordert daher eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte in den Kommunalverwaltungen unserer Städte und Gemeinden als auch in der Kreisverwaltung. „Unsere Amtsstuben dürfen keine Angststuben werden. Auch in eher konfliktgefährdeten Bereichen müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Entscheidungen selbstbewusst und ohne Angst treffen können, welche für den Bürger vielleicht auch mal negativ ausfallen könnten“, betont Stellv. Kreisvorsitzender Marcel Iden. „Die Bürgernähe unserer Verwaltungen darf hierbei jedoch nicht eingeschränkt werden“, ergänzt Kreisvorsitzende Nathalie Weiß. Beide absolvierten im letzten Jahr eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten und kennen daher den Alltag in einer Kommunalverwaltung.

 

Die Überprüfungen sollten ergebnisoffen zusammen mit den Ratsmitgliedern bzw. Kreistagsabgeordneten stattfinden. Auch sollten Expertenmeinungen von den örtlichen Polizeistationen eingeholt werden. Die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes sollte kein grundsätzliches Tabuthema sein, so die Junge Union.

„Jede/r Bürger/in bzw. jede/r Mitarbeiter/in muss sich in unseren Verwaltungen sicher fühlen können. Nur so wird auch unser Rechtsstaat gut funktionieren“, so der Tenor der Runde.

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